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Bogenschießen in der Mongolei
Anlässlich meines Besuches in der Mongolei hatte ich die Gelegenheit das traditionelle Bogenschießen kennen zu lernen. Im westlichsten Teil der Mongolei, genauer im Bezirk Altai am Nordrand der Wüste Gobi, unmittelbar an der Grenze zu China, fand ich beim Stamm der Kasachen-Mongolen eine kleine Gruppe von Schützen, die noch die traditionelle Art des Mongolischen Bogenschießens ausübten. Da diese leider nicht der englischen Sprache mächtig waren und ich natürlich nicht ihrer Stammessprache, gelang eine Kommunikation nur durch Hände und Füße! Letztlich wurde mir dann erlaubt an ihren Vorbereitungen zum anstehenden Nadaam Fest zuzusehen und sie fotografisch festzuhalten. Letztlich war wohl die von mir getragene SSK-Weste der Eintritt hierfür. Hier nun mein Bericht: Das Bogenschießen in der Mongolei unterscheidet sich wesentlich von dem Unseren. Entstanden ist es aus der Erfordernis der Jagd. Da es in der Westmongolei keine Bäume gibt (wirklich keinen einzigen!!!) ist die Auswahl an jagdbarem Wild auf Murmeltiere, Flughühner und Tauben begrenzt. Pfeile, wie die bei uns verwendeten, könnten bei einem nicht tödlichen Treffer zum Verlust des Pfeils führen und das angeschossene Wild im unzugänglichen Gelände verenden lassen. Aus diesem Grund verwenden die Mongolen Pfeile mit etwa hühnereigroßen stumpfen Spitzen. Diese sollen das Wild "erschlagen". Trifft der Pfeil nicht tödlich, prallt er ab und kann aufgelesen werden. Das Wild kommt mit einem "blauen Fleck" davon ! Zum Abschuss werden in diesem Bereich der Mongolei nicht die bekannten kleinen Reiterbögen, sondern etwas größere Recurvebogen verwendet.
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